The Metal Webzine from BAVARIA !!

 

ASKA - Fire Eater

 

       Tracklist:

  1. Everyone Dies
  2. Dead Again
  3. Valhalla
  4. Son of a God
  5. Angela
  6. Harlot of Eden
  7. Red Cell
  8. The Ripper (Judas Priest Cover)
  9. Year of Jubilee
  10. The Last Message
  11. Eye of the Serpent
  12.  

Release Date: 27 September 2013 - Pure Steel Records

 

Aska sind in US Metal Kreisen keine Unbekannten. Immer mal wieder bringt diese Band seit 1991 diverse Underground-Perlen zu Tage. Alben wie „Aska“, „Nine Tongues“, „Avenger“ oder das letzte „Absolute Power“ zählen unter Kennern zum Stärksten, was die Szene zu bieten hat. Mit George Call hat man zudem einen semi-prominenten Sänger in den Reihen, dessen Vergangenheit bei den Kult-US Metallern Omen gerne zum Anlaß genommen wird, die Band in diese Richtung zu promoten.

Nach sechsjähriger Funkstille gibt es nun mit „Fire Eater“ einen neues Lebenszeichen, mit klassischem Fantasy-Artwork versehen, wobei dies nicht unbedingt kitschig gemeint ist.

Äüßerst knackig geht’s los mit „Everyone Dies“. Gepflegtes Riffgewitter und die markante, sehr hohe Kreischstimme Call's bestimmen den Song, in welchen immer wieder kurze Kriegsgefechts-Töne integriert werden. Typischer US Metal Stil, welcher sich bedingt durch die Vocals in der Nähe von Bands wie Cage oder early Judas Priest bewegt.

Traditioneller, gepflegter Metal wird in „Dead Again“ dargeboten. Teils melodische Gitarrenbögen und etwas mainstreamiger angehaucht. „Valhalla“ dagegen punktet mit stampfenden Leads und hymnenartigem Refrain. Eine Prise Iron Maiden wurde in die Gitarrenarbeit mitverarbeitet.

Temporeicher geht es zu bei „Son of a God“. Auch hier sind wieder Maiden-artige Gitarrenläufe auszumachen. Der Refrain passt, die Abwechslung fehlt allerdings etwas. Straighter Metalsong, nicht mehr, nicht weniger.

Folgend begrüßt uns „Angela“. Akkustikgitarren und kleinere Marschrhythmen zu Beginn lassen den Song zu einer zuckersüßen Ballade mutieren. Würde jeder AOR Band gut zu Gesicht stehen. Für mich eher unpassend und viel zu viel Herz-Schmerz-Vibes. Verzichtbar !!

Da kommt die „Harlot of Eden“ gerade recht. George Call schreit und leidet endlich wieder, wie es sein muss. Sehr melodisch zwar, aber interessanterweise mit einer intensiven Hard-Rock Attitüde versehen, macht der Song viel Spaß. Irgendwie erinnert mich der Song an Def Leppard mit härteren Vocals. Nett !

Prog-Metallisches ereilt uns mit „Red Cell“. Dies liegt sicherlich an den offensichtlichen Keyboard-Themen. Aber auch der musikalische Rest schwimmt sehr stark in der Nähe von Acts wie Balance of Power, Pagan's Mind etc. Nicht schlecht, aber ungewöhnlich für die bisherige Ausrichtung.

Es folgt nun eine Neu-Interpretation des Judas Priest Klassikers „The Ripper“. Der Song wird düsterer und unsauberer präsentiert, als das Original. Hat sicherlich durchaus irgendwie seine coolen Momente, aber das Ganze hätte man sich sparen können. An das Original kommt man sowieso nicht heran.

Bin ich etwa in einem Broadway-Musical gelandet ? „Year of Jewbilee“ lässt mich fast so etwas vermuten. Glöckentöne, ein klares, unschuldiges Stimmchen, manch trompetenartiges. Kitschiger geht es nicht. Ich frage mich....was soll das ? Für wen soll dieser Song bestimmt sein ? Im Trans-Siberian-Orchestra würde der Track vielleicht gerade noch so durchgehen, würde aber auch dort sicher nicht zu den Highlights gehören.

„The Last Message“ besteht nur aus ca. 1,5 Minuten Computer-Stimme. „Eye of the Serpent“ versöhnt letztendlich wieder etwas mit Ursprünglichem. Harter unwiderstehlicher US Metal mit göttlichen Riffs und powervollen Vocals. Allerdings stand dieser Song auch schon auf Emerald's letztem Release „Unleashed“. Daher bleiben hier ebenfalls einige Fragezeichen bei mir zurück....leider.

Tja....was soll ich sagen. Die erste Hälfte des Albums bietet teils Traditionelles, teils abwechslungsreichen US Metal mit manchen Iron Maiden Anleihen und einer Stimme, die man vergöttern kann, wenn man auf hohen Shout-Gesang steht.

Leider fällt in meinen Augen das Album danach sehr stark ab. Ich werde aus den ganzen Stilwechseln nicht schlau und mit diesem Broadway-Musical Track schießt man gänzlich den Vogel ab.

Daher bin ich leider, nach starkem Beginn, insgesamt von „Fire Eater“ enttäuscht. Hier hätte ich mir viel mehr erwartet.

 Punkte: 6 / 10

 

Review by Kerbinator

 

 

Share on Myspace

 

 

HTML Comment Box is loading comments...

 

Zurück
Top