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CALIBER X - Suburbia

 

Tracklist:

1. Intro

2. Suiciety

3. Suburbia

4. Coming Down

5. Circle of Pain

6. Moment to Wake Up

7. O.L.D.

8. Epic Pt. 1

9. Epic Pt. 2

10. F.A.K.E. (Bonus Track)

11. Breakdown (Bonus Track)

 

Release Date:  11 May 2012 - Bret Hard Records

 

Schramm's Torsten besitzt neben der Truppe Sober Truth auch noch eine andere Spielwiese namens Caliber X. Die Band wurde 2010 ins Leben gerufen und nach einer EP-Veröffentlichung 2011 lässt man den ersten Vollzeit-Rotierer „Suburbia“ folgen. Das comicartige, etwas teuflisch anmutende Cover-Artwork lässt keine allzu große Fröhlichkeit erwarten. Muss es auch nicht, denn immerhin hat man ex mit Caliber X laut eigener Info mit einer Band im Fahrwasser von Thrash u. Death Metal zu tun. Kein Platz für Schöngeister demnach.....

Nach einem verstörenden, kurzen Intro, welches eigentlich nur aus Kinder-Flehen besteht, steigt man brachial mit „Suiciety“ in das Album ein. Sehr aggressiv, mit teilweise verzerrten Vocals und typischen Melo-Death Anleihen, wie man sie von eingschlägigen Szenegrößen kennt. Torsten's typische Stimme scheint natürlich zu oberst durch. Eine gewisse Ähnlichkeit zu Sober Truth ist somit zu erkennen. Bei solch einer markanten Stimme verständlicherweise nicht anders zu erwarten. Die Musik ist allerdings um Einiges gewaltiger und derber, trotz Anbiederung an moderne Sounds mit erheblicher Eigenständigkeit versehen. Natürlich wirkt das Gesamtbild durch die modernen Elemente klinischer als die warmen Sounds der Frühzeit. Aber wir befinden uns im Jahr 2013 und nicht in der Vergangenheit.

Etwas doomiger geht es im folgenden Titeltrack zu. Zumindest zu Beginn. Teilweise scheinen in diesem Song Machine Head – artige Riffs und Brachialität durch. Cooler Refrain und hässliches Gelächter zum Schluss bleiben im Gedächtnis. Gut gebrüllt, Schramm !

Die Rhythmustruppe mit Bene Adenauer (guitars), Ole Gutmann (bass) und Fabian Renz (drums) agieren sehr vielseitig und kompetent, verleihen beispielsweise dem nächsten Song „Coming Down“ ein Feeling, wie ich es beispielsweise frühen Smashing Pumpkins zuweisen würde. Allerdings in viel härterer Version. Verhaltener Start, New Wave artiger Gesang gemixt mit typischem Gebrüll.

Die Gitarren in „Cirlce of Pain“ klingen zwischendurch leicht orientalisch angehaucht, wechseln sich mit typischen Modern Metal Gitarrenläufen ab. Die Vocals klingen hier, sorry, etwas versoffen, aber vermutlich soll das so sein. Ein spaciges Ende rundet diesen chaotischen Song geschmackvoll ab.

„Moments to wake up“ klingt im Gegensatz dazu um Einiges poppiger. Es entwickelt sich nach rockigem Start ein eher im Slow Tempo gehaltener Song mit ordentlichem Alternative Touch.

Ein balladesker Beginn in „O.L.D.“ ergießt sich in eine härtere Nummer als gedacht. Täuschung gelungen. Typische Melo-Death Gitarren und Vocals. Cleaner Gesang wechselt sich mit leidendem Gekreische ab. Mit überwiegend melodischen Gitarrenparts entwickelt sich das Ganze zu einem echten Groove Monster.

„Epic Pt. 1“ beginnt mit einem sich langsam aufbauenden Gitarrenpart. Schwer und doomig, versehen mit sehr starken Drums. Die chaotisch verträumten Gesangslinien wirken etwas...ja, krank. Zum Ende hin wird eine hübsche Gitarrenmelodie eingebaut, so als müßten sich Disharmonien in Harmonien auflösen. Episch eben !

Der Song geht fließend über zu „Epic Pt. 2“. Etwas klinische Drums, abgehacktes Stakkato-Riffing und typisches Death Metal Geshoute sind die Trademarks hier. Mit leichter Punkattitüde versehen steht man hier meiner Meinung nach kurz vorm Wahnsinn. Alles klingt chaotisch und ungesund. Willkommen im epischen Sanatorium !

Mit „F.A.K.E.“ und „Breakdown“ gibt es abschließend noch 2 Bonustracks zu hören, welche sich in ähnlichen Gefielden tummeln, wie die vorhergehenden Tracks. „F.A.K.E.“ punktet mit kränklichem Chilli-Peppers artigem Gesang. „Breakdown“ mit heavy Riffs, welche im Midtempo Bereich angesiedelt allmählich Fahrt aufnehmen. Harmonisch sehr resistent, das Ganze !!

Caliber X kümmern sich einen Dreck um Vorgaben und Trends. Die Band kocht ihre ganz eigenes musikalisches Süppchen. Natürlich mit Querverweisen zu anderen Bands und Musikstilen.

Torsten Schramm's Gesang wirkt immer etwas krank, verstörend, dem Wahnsinn nahe, wie dies auch bei Sober Truth der Fall ist. Dies passt aber zu dem Gesamtbild, welches Caliber X zeichnen. Unangepasste, schonungslose, aber stets Spaß machende Musik im Sog von Thrash und Death. Aber mit ureigensten Trademarks versehen und daher nahezu unverwechselbar.

 

Punkte: 8 / 10

 

Review by Kerbinator

 

 

 

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