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CATEGORY VI - Fireborn

Aus Neufundland erreicht uns derzeit das Album einer Band, die sich Category VI nennt, melodischen Metal, mit Einflüssen von Iron Maiden, Priest und Co spielt und zudem eine holde Weiblichkeit am Mikro vorweisen kann.

„Fireborn“ heißt das Erstlingswerk, welches in Eigenregie veröffentlicht wurde.

Musikalisch setzt man tatsächlich auf traditionelle Metal-Klänge in der Schnittmenge oben genannter Bands, ohne natürlich ansatzweise deren spielerische Klasse erreichen zu können. Zudem klingt die Stimme von Amanda Marie ziemlich austauschbar, obwohl sie keinem weh tut und auch nicht durch opernhaftes Geträllere nervt. Die Dame hat ein rauhes Metal-Organ, nicht mehr und nicht weniger.

Die Songs gehen fast durchweg straight von der Hand. Man ist um Abwechslung bemüht, versucht teilweise den Bass in Maiden-Manier in den Vordergrund zu bringen, siehe „Real Lies“, tatsächlich wirklich im Ohr und im Gedächtnis bleiben die Songs aber nicht.

Schlecht ist die Musik nicht, es gibt sogar einzelne tolle, gut arrangierte Stücke, oder zumindest Parts davon, die aufhorchen lassen. Wie beispielsweise im pumpenden „Silence befalls the Crowd“, welches ganz episch angehaucht einen ruhigen Akkustikpart zwischendurch spendiert bekommen hat.

Wenn das ganze dann aber, wie im fast 10-minütigen „The Raven“ in die Länge gezogen wird, kommt leider auch gepflegte Langeweile auf. Weniger wäre hier ungleich mehr gewesen.

Trotzdem sagt dieser Song am meisten über die musikalische Qualität der Band und das Songwriting aus. Nicht schlecht, aber auch kaum über Durchschnitt reichend.....und die Saitenfraktion ist doch sehr sehr deutlich von Iron Maiden beeinflusst.

Am ehesten überzeugen kann da noch das mit männlich/weiblichem Wechselgesang punktende „Descent of the King“. Sehr flott und old schoolig. Zum Schluß mit Halford-Gedächtnis-Screams gesegnet eine coole Nummer.

 

Tracklist:

  1. Vinland
  2. Real Lies
  3. Silence Befalls the Crowd
  4. The Raven
  5. Reborn
  6. Beginning of the End
  7. Descent of the King
  8. Wasting Away

Release Date:  13 December 2013

Label:  Self-Released


Punkte:  5,5 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://www.categoryvi.com/


 

Category VI ist leidlich bemüht, sich nicht an irgendwelche aktuellen Trends zu orientieren, sondern die Metalschule alter Tradition fortzuführen. Leider ist das Ganze aber weder Fisch noch Fleisch.

Handwerklich brauchbar und relativ kompetent vorgeführt, versteht man es leider nicht, den Songs einen adäquaten Spannungsbogen zu verleihen und somit rauschen diese zunehmend verflachend an den Ohren vorbei. Einzelne Parts lassen immer mal wieder aufhorchen und machen auch durchaus Spaß, aber in der Breite ist dies meiner Meinung nach zu wenig. Und der Gesang der Frontfrau lässt etwas den Wiedererkennungswert vermissen, auch wenn dieser keinesfalls nervt.

Somit bleibt also ein recht durchnittliches Album traditioneller Spielweise, welches man sich selbstverständlich als geneigter Metaller alter Bauart durchaus mal anhören darf. Richtig überzeugen kann „Fireborn“ aber trotz mancher guten Ansätze, nicht.

 


 

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