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DAKSINROY - Tournament of Destruction

 

Tracklist:

1. Testament

2. Obsolesence

3. Paranoia

4. Riot

5. Who knows

6. Wizard

7. Terror

8. Demons

9. Dictatorshit

 

Release Date:  27.09.2013 - Blacksnake Records

 

Der Bodensee – Beschaulichkeit, Familienausflüge, herrliche Landschaften im Süden Deutschlands. Keiner würde vermuten, was hier seit Jahren im Untergrund brodelt. Daksinroy – ihres Zeichens Death Metal Institution dieser Gegend, die irgendwie aber kaum einer kennt. Dabei erscheint dieser Tage bereits der vierte Longplayer in der fast 20-jährigen Bandgeschichte. „Tournament of Destruction“ nennt sich das neueste Geschoss und wird in seinem Ursprung vom bandeigenen Label Blacksnake Records vertrieben. Hausmannskost, möchte man somit meinen.

Songtitel wie „Testament“, „Riot“, „Terror“ oder „Demons“ lassen schon vermuten, wohin die Reise geht. Schöngeister sollten hier wohl eher einen Bogen um diese Veranstaltung machen.

Daksinroy spielen technisch versierten Metal der alten Schule, gleich zwei Gitarristen (Kontantin Zeller und Ulrich Birk) verrichten ihre Arbeit äußerst famos. Meist wird das Gaspedal voll durchgetreten, und die Stücke rasend schnell dargeboten („Obsolesence“, „Paranoia“), teilweise werden nette Breaks eingeschoben („Riot“), um das Ganze abwechslungsreicher zu gestalten.

Auch schleppendere Songs (oder Songparts) findet man auf „Tournament of Destruction“, beispielsweise im Eröffnungsstück „Testament“ oder beispielsweise „Who knows“ oder dem abschließenden „Dictatorshit“.

Michael „DJ“ Hanisch growlt herrlich tief durch die Gegend, aber die Textpassagen sind trotzdem (fast) immer verständlich. Brutal anspruchsvoll sozusagen.

Am herausragendsten meiner Meinung nach ist der Song „Demons“. Technisch superb gespielt, mit vielen Breaks, zwar immer noch brutal gespielt, aber schon fast mit Kreator-artigen Thrash Anleihen versehen. Das kehrt einem schön den inneren Dämonen nach außen ! Man höre sich nur den Gitarrenpart zum Schluß hin an. Fantastisch !

Mit „Terror“ und „Wizard“ haben sich allerdings auch ein paar belanglosere Titel eingeschlichen, nicht schlecht gepielt, aber irgendwie lediglich Death Metal Durchschnittskost.

Alles in Allem ist „Tournament of Destruction“ aber ein sehr gelungenes Stück, derber Metalkunst. Spielerisch astrein umgesetzt, hier macht sich doch die langjährige Bandexistenz bemerkbar. Daß man von Daksinroy bis dato nicht so viel gehört hat, kann natürlich an äußerst vielen und umständlichen Mitgliederwechseln liegen, wenn ich mir die History der Band so anschaue. Ansonsten kann ich mir bei der vorhandenen Qualität dies nicht erklären, vor allem, da weitaus untalentiertere Acts auf diesem Terrain längst den Durchbruch geschafft haben.

Na ja....vielleicht klappt dieser nun mit diesem starken Album. Death Metal Fans, behaltet Daksinroy im Auge. Der Bodensee kocht....

Ach ja, benannt hat sich die Band nach einem bengalischen König, welcher über Monster und Dämonen geherrscht hat. Na denn !

Punkte: 8 / 10

 

Review by Kerbinator

 

 

 

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