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DEADLY CIRCUS FIRE - The King and the Bishop

Ein feines, modern angehauchtes ProgMetal Album liegt vor mir. Deadly Circus Fire nennt sich die Band und das Debut ist bedeutungsschwanger mit „The King and the Bishop“ betitelt.

Und die british/italienische Kooperation hat's drauf.

Schon mit dem Opener „Through the Soil“, einem 8 ½ Minuten Monument zeigt man die spielerisch vorhandene Klasse. Abwechslungsreich instrumentiert, mit vielen Breaks und abwechselndem Clean u. Kreischgesang des guten Sängers Adam Grant. Hier und da an Mastodon oder Tool erinnernd hebt sich das Songmaterial erfreulich deutlich von dem oftmals gebotenen progressiven Einheitsbrei ab. Moderne Klangwelten treffen auf Traumphasen und harte Passagen. Großes Kopfkino – Klasse !!

Die langgezogenen Screams des Vokalisten wie beispielsweise in „Her Epitaph“ erinnern zeitweilig ebenso an manche Devin Townsend Großtat. Man muss den einzelnen Songs Zeit geben, sich zu entfalten. Mal so eben nebenher hören ist nicht, dann könnte man einzelne Passagen leicht in die Modern Metal Schublade packen. Das würde der Truppe Unrecht tun und die eigentliche Klasse der Band unerkannt lassen. Also, Kopfhörer aufsetzen und die Songs auf sich wirken lassen.

Dann geben einem Songs wie „Nothing“ trotz des Titels enorm viel. Dieser wütend daherkommende Groover zeigt beispielsweise die aggressive Seite der Band und spielt wie fast alle Songs an der Grenze von Vertracktheit und Eingängigkeit.

Ihre ganze Klasse entfalten Deadly Circus Fire in den langen, aber nie langatmigen Longtracks wie das eingangsgenannte „Through the Soil“, „Blackout“ oder dem Titelsong. Knapp an der 10 Minuten Grenze schrammend sind diese songwriterisch so spannend konstruiert, daß nie Langeweile aufkommt.

Zwischendurch wird auch mal ein Akkustik-Gitarrenstück eingestreut („In the Kingdom of Flies“), um die Seele kurz baumeln zu lassen und dann mit voller Konzentration in den nächsten Monolith progressiver Tonkunst einzutauchen. Adam Grant schreit seine Wut heraus nur um im nächsten Moment leidend zu überzeugen und in schmeichleriche Phasen zu intonieren.

Wer sich überzeugen möchte, wieviel Seele die Songs von Deadly Circus Fire offerieren, sollte sich den formidablen, ruhigen Part des Titelsongs anhören....und geniessen wie dieser in eine rasante Mystik mündet.

Teilweise wird der Härtegrad richtig hochgehalten, ja....fast thrashig möchte man meinen. Wie beispielsweise in „Threnondy“, ohne aber den progressiven Anspruch gänzlich zu vernachlässigen.

 

Tracklist:

  1. Through the Soil
  2. Her Epitaph
  3. Nothing
  4. Blackout
  5. In the Kingdom of Flies
  6. The King and the Bishop
  7. Black Mask
  8. Threnody
  9. Leviathan
  10. The Light Within

Release Date:  21 September 2013

Label:  Self-Releases


 

Punkte: 8,5 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://www.deadlycircusfire.com/


  

Es gibt somit auch in den ruppigeren Songs einiges zu entdecken und runden das Gesamtbild des Drehers adäquat ab, welcher mit „The Light Within“ leicht und beschwingt ausklingt.

Also...Freunde der leichten Metal-/Rock-Kunst...dieses Album ist nichts für euch. Die Rübe schütteln, sich an Refrains zu erfreuen und die Faust nach oben zu strecken....das sollte man definitiv nicht von Deadly Circus Fire erwarten.

Der geneigte Hörer allerdings, der bereit ist, in ein eigenwilliges, spannendes und technisch anspruchvolles, manchmal auch stark vertracktes Album einzutauchen....der ist hier goldrichtig.

„The King and the Bishop“ beeinhaltet trotz aller forderndes Spielart genügend Härte, um auch der reinen Metal-Fraktion die Möglichkeit zu geben, Deadly Circus Fire für sich entdecken zu können.

Ich habe es getan und ich bin begeistert. Ein Meisterwerk zwischen Freude und Wahnsinn, der vertonte Scheitelpunkt zwischen Gut und Böse. Letzteres wird zudem dezent durch das Bandimage und deren Maskerade (teuflische Joker) unterstrichen.

Kurzum.....ein Werk für Musik-Gourmets der härteren Zunft. Antesten ist Pflicht !!

 

 


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