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EXISTANCE - Steel Alive

Irgendwie kann man mich mit dieser Art von Musik ja begeistern. Bin ich doch mit solcher Mucke, wie sie Existance spielen, aufgewachsen. Da es sich um puren 80er Metal der Sorte Saxon, Judas Priest oder wenn man will auch der NWOBHM handelt, kann ich somit mein Alter halt auch nicht mehr verheimlichen. „Steel Alive“ nennt sich das Debut der französischen Rasselbande um Sänger Julian Izard, dessen Vater bereits seine Sporen in der französischen Speed Metal Legende H-Bomb verdiente. Ich möchte dem Vater ja nicht zu nahe treten, aber der Filius verfügt über ein um Längen besseres Stimmorgan. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß man die Songs, in positiver Hinsicht, auf englisch interpretiert. H-Bomb legten ja bekanntlich Wert auf französische Songs.

Und die Songs sind dann auch entsprechend aus der alten Schule entlehnt. Die Rhythmus-u. Leadfraktion kennt ihre Helden und versteht ihr Handwerk. Pumpender, nach vorne peitschender Pure Heavy Metal mit schneidenden Soli, treibenden Drums und einer wirklich tollen, powervollen aber dennoch äußerst melodischen Stimme. Songs wie „Legends Never Die“, „Dead or Alive“ oder „Steel Alive“ verfehlen ihre Wirkung nicht, auch wenn den 80er Helden zu offensichtlich gehuldigt wird. Immer wieder fallen einem Saxon, aber auch straightere Queensryche oder auch metallischere Dokken ein.

Die Metal-Faust kann fast durchgehend nach oben gestreckt werden. Ab und an scheint gar die Powermetal-Sonne der Marke Early-Helloween durch („Prisoner“) oder auch Gamma Ray in den unkitschigsten Momenten.

Julian beherrscht auch durchaus die hohen Screams, wie der harte Rausschmeißer „From Hell“ beweist, welcher Stilecht mit Kirchenglocken-Geläut eröffnet.

Also....die Musiker können was, der Sänger überzeugt auf ganzer Linie und kein einziger Song langweilt oder verärgert. Hohe Qualität für ein Debut. Was allerdings ohne Wenn und Aber fehlt, sind die bandeigenen Innovationen. Zu sehr bewegt man sich in den Vorgaben der Helden metallischer Vorzeit. Hier den Ansatz wählen und mit mehr eigener Identität könnte aus Existance eine Band werden, mit der keiner rechnet, aber durchstartet. Die musikalischen Fähigkeiten sind mehr als vorhanden.

 

 

Tracklist:

  1. Legends Never Die
  2. Black Viper
  3. The Siren
  4. Dead Or Alive
  5. Slaughter
  6. Burning Angel
  7. Steel Alive
  8. Get Away
  9. Prisoner
  10. Close to the End
  11. From Hell

Release Date:  25 April 2014

Label:  Mausoleum Records


Punkte:  7,5 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://artistecard.com/existanceband


 

Auch wenn es das einfallslose Artwork und die altbackenen Songtitel nicht vermuten lassen....Existance machen Spaß, zumindest wenn einem Zeitgenössisches der 80er Jahre gefällt. Ob die Band wie eine H-Bombe einschlägt, wage ich zwar zu bezweifeln, daß man aber in der Zukunft noch viel Gutes von ihr hört, ist durchaus drin und wünschenswert. Der Stahl lebt !!!

 


 

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