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FORBIDDEN DASER - Off Sun

Nein....ganz objektiv kann ich an dieses Album natürlich nicht rangehen. Dafür kenne ich die Jungs von Forbidden Daser einfach schon zu lange. Als die Truppe vor ein paar Jahren nach über 20-jähriger Abstinenz auf einmal wieder auf den lokalen Brettern erschienen, um uns erneut Coverversionen legendärer Thrash Hymnen um die Ohren zu pfeffern, war es schon etwas überraschend, daß man trotz teils mittlerweile mitten im familiären Privatleben stehend, nichts von der Frische und dem Spielwitz von einst verlernt hat. Im Gegenteil...nicht nur für mich waren Forbidden Daser gar die Zugpferde der lokalen Veranstaltung Titans of Metal, die sich nun bereit über mehrere Jahre etabliert hat.

So richtig damit rechnen konnte man nicht, aber die Band hatte durch das tolle Feedback der Reunion wohl wieder Blut geleckt und angefangen, auch eigene Kompositionen in die Setlists ihrer Auftritte zu integrieren. Auch das es nun soweit ist, daß man ein eigenes Tondokument mit eigenen Stücken veröffentlicht, ist für mich nahezu eine Sensation.

Und dieses Album, mit Namen „Off Sun“,gleichwohl auch....Bestehend aus vier reinen Studioversionen und drei Studioliveversionen kann man darüber streiten, ob dies nun als vollständiges Album zählt, oder als EP, oder was auch immer. Ist auch egal, denn der Inhalt übertrifft sämtliche Erwartungen, die man im Vorfeld haben konnte oder hatte.

Es geht fulminant los mit „Perception“. Ein schneller Thrasher, in der Gesanglinie und im Refrain etwas modern anmutend (Papa Roach's Last Resort kommt mir hier in den Sinn). Bereits im Opener fällt das musikalische Können der Truppe auf und man hat im Studio eine mehr als amtliche Produktion hingelegt.

Etwas schleppender lässt man es angehen mit „Way to Die“. Klasse Gesang von Marc Kohlert, eine Mischung aus Gang Shouts und Klargesang. Auch die Drums kommen mit mehr Punch rüber, als noch im Eröffnungsstück. Ein Song der nicht zuletzt durch ein erinnerungswürdiges Gitarrenthema nachhaltig hängen bleibt. Ich will nicht übertreiben, aber das Stück spielt in einer Liga mit etablierten Größen des Genres. Sensationell !

Mit „Time's Changed“ folgt ein Track, den die Band schon seit längerem im Live-Repertoire hat. Dieser wurde hier nochmals richtig aufgepeppt. Die Gitarrenarbeit ist eine gnadenlose Hommage and ältere Metallica, ja fast schon eine freche Kopie. Der Refrain bleibt nach wie vor im Gedächtnis und mutiert durch die klasse Produktion sozusagen endgültig zum Forbidden Daser Single-Hit.

Auch „Boomer“ wurde bereits während der letzten Auftritte dargeboten und ist somit auch nicht mehr ganz so neu. Der Gitarrensound gewährt Reminiszensen an Bands wie Machine Head. Sick, sick...sickness....yes ! Das Teil goovt wie Hölle und die Mischung aus Sprechgesang und angry Refrain bilden die Quintessenz des Songs. Bombastische Soundwand, meine Damen und Herren...dieses Brett ist schon jetzt ein Klassiker.

Wer die Band kennt, weiß um deren teilweise beißenden Humor, welcher sich auch in Songtiteln wie „Damned Mosquitos“ wiederspiegelt. Produktionstechnisch muss man ganz leichte Abstriche machen, da es sich hierbei, wie erwähnt, um eine Studio-Liveversion handelt. Musikalisch wandelt man hier etwas auf Testament-Pfaden. Schneller Thrasher, welcher reichlich Mückenstiche verteilt. So...burn inside !!

 

Tracklist:

 

  1. Perception
  2. Way to Die
  3. Time's Changed
  4. Boomer
  5. Damned Mosquitos
  6. Daser Saves
  7. Rabbit's Fall

 

(Track 5,6,7 = Studio-Live-Version)

Release Date:  October 2013

Label:  Self - Released


Punkte:  8 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://www.myspace.com/officialforbiddendaser


 

„Daser Saves“ beginnt mit einem mächtigen, ja fast epischen Riff. Slow-Thrash at it's best. Marc's Shouts und Norman's drums ändern dies alsbald und es entwickelt sich der schnellste Song des Albums. Diverse Slayer Zitate sind zu erkennen, der Refrain kommt äußerst räudig. Die Band scheint hier dem Wahnsinn nahe.....Dr. Daser übernehmen sie !!

Ebenfalls Slayer-lastiges bietet der Abschluß Track „Rabbit's Fall“. Teilweise, beispielsweise im Refrain, sind zudem diverse Metalcore Anleihen vorhanden. Gut und brutal gespielt, bleibt der Song allerdings am wenigsten haften. Dies ist der fehlenden Eingängigkeit im Refrain geschuldet.

Daß die Band live prima funktioniert, wußte man ja. Daß man aber auch im Studio mehr als oberamtlich rüberkommt, hätte ich so nicht erwartet. Natürlich sind in den Stücken reichlich Querverweise zu den Einflüssen der Band vorhanden. Dies sollte den ausnahmslos toll groovenden Songs aber keinen Abbruch tun. Denn....es macht richtig Spaß „Off Sun“ anzuhören und die Stücke bleiben nahezu alle im Ohr bzw. in Erinnerung. Dies von sich behaupten zu können....darauf kann die Truppe stolz sein. Und es sollte Ansporn genug sein, um auch zukünftig solche (Untergrund-)Perlen abzuliefern.

Auch wenn diese Rezension vielleicht für einige etwas subjektiv anmutet, setzen sich Forbidden Daser mit diesem Album objektiv an die Spitze der lokalen Metal-Bewegung......und vielleicht sogar darüber hinaus (aber was macht ihr dann, Jungs ?).


 

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