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HARDREAMS - Unbroken Promises

Mit "Unbroken Promises" legte der iberische AOR / Melodic Rock Fünfer zu Beginn dieses Jahres seinen vierten Studio Longplayer vor. Dabei brechen die Spanier aus den sich selbst gestreckten Grenzen auch kaum aus. Kaum darum, weil es dann und wann schon kleinere Ausflüge in andere Genres gibt. So wird "Goin Fast" auch, oder gerade wegen seiner Country / Southern Rock Attitüde interessant. Und die Ballade "All and Now" hinterläßt als Schlußtrack des Albums einen latenten Blues Touch.

Ansonsten regiert eindeutig AOR vom Schlage Journey oder Toto. Im wesentlichen nicht von einer amerikanischen Produktion zu unterscheiden, schleichen sich zwischendrin jedoch zuviele Hänger ein, die für einen Hardcore AOR Fan womöglich gar nicht ins Gewicht fallen. Hört man sich das Werk jedoch objektiv und ohne verklausulierte Ohren an, bemerkt man rasch, daß etwas zu viel Füllmaterial den Weg auf das Album gefunden hat.

Ordentlich rockenden und straight produzierten Highlights wie "Cross the Line" oder "Count on me" stehen nichtssagende und ohne Kicks abgeleierte Tracks wie "It's only love" oder "Now you're mine" gegenüber, die von jeder x - beliebigen Band aus jedem x - beliebigen Jahr aus jeder x - beliebigen Jukebox ertönen könnten. Zuviel Schema F ohne jeden Haken, der dem geneigten Hörer einen Wiedererkennungsfaktor vermitteln könnte. Ein wenig mehr Mut zum Risiko wäre hier wünschenswert gewesen.

Zu den überschaubaren Highlights von "Unbroken Promises" zählt daher das beinahe schon außenstehende "The war is over", welches mit auf den Punkt gespielter Gitarrenarbeit von David Aguera und der vielleicht besten Gesangsleistung des gesamten Longplayers von Manu Esteve glänzt.

Warum gerade "Unbroken Promises" dem Album den Namen gab, will sich mir allerdings nicht erschließen, denn zu bieder kommt hier ein Song daher, der von den meisten anderen Bands dieses Genres wohl spätestens bei der Vorauswahl der aufzunehmenden Stücke in hohem Bogen von der Liste gekickt worden wäre.

 

 

 

 

    Tracklist:

  1. Count on Me
  2. A High Mountain to Climb
  3. It's only Love
  4. The War is Over
  5. Woman in Black
  6. Now You're Mine
  7. The Land inside our Souls
  8. Goin' Fast
  9. Unbroken Promises
  10. Cross the Line
  11. All and Now

Release Date:  15 January 2013

Label:  Perris Records


 

Punkte:  4 / 10

Review by MC Lucius


 

Auch "Woman in Black" bietet allenfalls soliden Durchschnitt, ohne wirklich hängen zu bleiben. Somit steht unter dem Strich ein teilweise zwar gefälliges, andererseits aber auch gähnend langweiliges AOR / Hardrock Album, das sich aller Chancen, als Blaupause für diesen Musikstil durchzugehen, allzu schnell selbst beraubt. Schade, hier wurde eine große Chance leichtfertig vergeben.


 


 

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