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HEAVY TEMPLE - Heavy Temple (EP)

Also...irgendwie schwante mir schon Übles, als ich mich durch die Bandpromo wühlte und mir die Fotos auf einschlägigen Social Media Seiten anschaute.

Dabei hätte ich beim Bandnamen HEAVY TEMPLE doch 100%ig auf eine Power Metal Truppe gesetzt. Aber....allem Anschein nach besteht die Band (?) nur aus zwei Protagonisten mit komischen Namen wie Fox the Alchemist und der männliche Part sieht beinahe so aus, wie ein Mensch aus unserer Abrechnungsabteilung.

Nichtsdestotrotz rein ins Geschehen, sprich der 3-Song-starken Mini-CD, selbstbetitelt.

Die ersten vier Minuten des Eröffnungs-Songs „Dirty Ghost“ setzen dann meine Befürchtungen auch gleich in Tatsachen um. Ruhige, sphärige Synthie-Klänge, untermalt mit der sanften, einfühlsamen Stimme der Sängerin (Name ? - keine Ahnung), welche aber durchaus zu gefallen weiß. Die zweiten vier Minuten lassen dann aber doch aufhorchen. Einsetzende Gitarren und Drums bringen den Titel urplötzlich in rockige Gefilde mit psychedelischen Anleihen und teilweise spacigen Sounds. Hat man also im ersten Teil seine Räucherstäbchen zum Tee entzündet, kann man diese im zweiten Teil erst mal wieder löschen.

Die Bandinfo spricht teilweise von Stoner Rock und Doom. Dieser Vergleich hinkt aber zunächst doch arg hinterher.

Der zweite Song nennt sich „Legendary Conversation with Ants“ (toller Titel auch !!) und beginnt wie der erste. Ruhige Kiffer-Gitarren (sorry !) mit seichtem Bass, leiser Snare und erleuchtetem Gesang gepaart, lassen das besagte Räucherstäbchen wieder aufflammen. Allerdings kommt man in diesem Song bereits nach ca. 2 Minuten zur Sache und verbrät tatsächlich leicht doomig, sabbath-mäßige Gitarren. Danach fällt man allerdings alsbald wieder in hypnotische Lethargie zurück, fängt sich aber erneut durch doomige Vibes am Ende.

 

Tracklist:

  1. Dirty Ghost
  2. Legendary Conversation With Ants
  3. Unholy Communion

Release Date:  bereits erschienen

Label:  Van Records


Punkte:  3 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://heavytemple.bandcamp.com/


 

Der letzte und mit 13 Minuten auch längste Track „Unholy Communion“ beginnt eher umgekehrt. Rockig und driftet danach in sphärige Klänge ab. In der Bandinfo war auch von einer 5.Dimension die Rede, was immer das auch sein mag. Dann nennen wir dieses Wechselbad von engelhaften Gesangslinien und psychedelischem Geschrei in dunklem Background-Soundgewand eben den Soundtrack zur 5.Dimension. Man muß dem Song durchaus seine Momente attestieren. Zwar wirkt das Ganze größtenteils sehr verstörend, aber ein gewisser innovativer Reiz ist durchaus vorhanden.

Reduziert man dieses Mini-Album von Heavy Temple auf den letzten Song, kann man sich durchaus eine gewisse Szenerelevanz vorstellen. Der Rest ist dann doch arg aus den Untiefen der Psyche hervorgekramt und hat meiner Meinung nach nur am Rande mit dem Begriff Metal zu tun.

Obwohl ich durchaus innovativer und progressiver Musik positiv gegenüberstehe, kann ich dem Schaffen von Heavy Temple nicht unbedingt viel abgewinnen.

Wem's aber nicht verschroben, düster und bewußtseinserweiternd genug sein kann, darf durchaus mal ein Ohr riskieren.

 


 

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