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IRON JAWS - Guilty of Ignorance

 

Tracklist:

 

  1. No Speed Limit
  2. Guilty Of Ignorance
  3. Shoot The Dead
  4. Witch Hunters
  5. Metal Merchants
  6. Over Insanity
  7. Battlefield
  8. H.B.M.B.
  9. Nuclear Disaster
  10. Speed Metal Command
  11. VX (Bonus Track)
  12. Predator (Bonus Track)

 

Release Date:  30.08.2013 - Pure Steel Records

 

Ich gebe es ja zu....ich bin ein Exciter Fan der ersten Stunde. Die Musik und der Gesang von Dan Beehler seiner Zeit haben mich einfach fasziniert. Aber auch die neueren, heutigen Exciter können durchaus bei mir punkten, auch wenn die letzten Alben nicht mit der gleichen Durchschlagskraft wie früher gesegnet waren.

Jetzt taucht eine Band auf, die ausgerechnet von Italien aus diesen Stil fortführen möchte und sich dem Speed Metal alter Schule verschrieben hat. Iron Jaws...so der Name der vier Jungs aus Asti (kenn ich nur als zuckersüßen Sekt, na ja). Die Band hat soeben ihr Zweitwerk „Guilty of Ignorance“ via Pure Steel rausgehauen, welches zumindest schon einmal mit einem kultigen schwarz-weiß Artwork fasziniert.

Und was soll man zu einem Eröffnungstitel sagen, der sich „No Speed Limit“ nennt.....natürlich: Der Name ist Programm. Das Gaspedal wird ordentlich durchgetreten. Der Songaufbau erinnert tatsächlich an uralte Exciter, der Gesang von Andrea Finotti ist allerdings eher eine Mischung aus Beehler-Höhen und Thrash-Geshoute. Robert Quaglia, seines Zeichens Gitarrist, kann einem John Ricci natürlich nicht unbedingt das Wasser reichen, macht seine Sache aber überzeugend genug, um qualitativ ansprechenden Speed Metal nach vorne zu peitschen. Solide Eröffnung für Metal Puristen.

Der folgende Titeltrack fährt danach einige Ho-Ho-Ho-Chöre auf, bevor man erneut der Hochgeschwindigkeit frönt. Interessanterweise werden diese Schlachtenchöre geschickt in den Song integriert und verleihen bei allem Tempo eine Art, nun ja....italienischer Epik. Wird Exciter Fans vielleicht erschrecken, passt aber als Stilelement gut zum Song.

Polizei-Sirenen....Vorsicht ! Wenn man sogar den Tod erschießt kommt sowas heraus, wie „Shoot the Death“. High Speed Geballer ohne den Fuß auch nur eine Sekunde vom Pedal zu nehmen. Ok...der Song dauer nur ca. 2 ½ Minuten, wirkt aber bedingt durch die vehemente Geschwindigkeit etwas langweilig. Ein od. Zwei Breaks hätten dem Track durchaus gut getan.

Um ein Vielfaches schleppender kommt „Witch Hunters“ daher. Fast schon doomig. Auch die Vocals von Andrea (ist übrigens ein Mann !) ertönen, zumindest teilweise, um einiges tiefer als zuvor. Aber um das Ganze nicht zu „slow“ werden zu lassen streut man ein kurzes, schnelles Solo ein. Nette Abwechslung, dieses Lied, auch wenn's zum Schluß hin wieder vertraut speedig wird.

Der legendären US Thrash Kapelle Hallows Eve wird mit „Metal Merchants“ adäquat gehuldigt, indem man diesen Semi-Klassiker des „Tales of Terror“ Kultalbums covert. Gut gespielt, Kenner werden allerdings nach wie vor das Original bevorzugen. Stilistisch passt diese Coverversion aber hervorragend zu Iron Jaws. Vor allem, da der Song, auch wenn nicht aus eigener Feder stammend, bisher den abwechslungsreichsten darstellt.

„Overinsanity“ startet mit einem interessanten, chaotisch anmutenden Gitarrenthema. Der Song an sich erinnert recht stark an alte Overkill. Auch der Gesang besitzt durchaus Bobby Blitz Anleihen. Straighter Speed-/Thrash Kracher mit ordentlichen Chorus Shouts unterm Hintern. Herrlich !

In die gleiche Kerbe schlägt auch „Battlefield“. Wobei hier der High Speed immer wieder von Kreator-mäßigen Breaks etwas verlangsamt wird. Insgesamt ein Speed Track alter Schule, gut gemacht....nicht mehr und nicht weniger.

Keine übermäßigen Veränderungen im Sound sind auch nicht bei den folgenden „H.B.M.B.“ und „Nuclear Disaster“ zu verzeichnen. Durchaus zu gefallen wissend, verlassen diese den bereits bereitenden Boden nicht. Nette Gitarrenläufe, mehr thrashig als speedy mit aggressiveren Vocals als zu beginn des Albums. Qualitativ gut !

Zu guter letzt lässt man mit „Speed Metal Command“ nochmals alte Exciter hochleben. Der Name ist Programm, der Song hätte durchaus auch auf „Violence and Force“ stehen können. Raserei pur mit Dan Beehler Gedächtnis-Vocals. Nostalgisch äußerst wertvoll.

Mit „Guilty of Ignorance“ ist Iron Jaws ein nettes Speed Metal Gedächtnisalbum gelungen, welches zwar in Ansätzen (gerade am Anfang und zum Schluß) an Exciter der Frühzeit erinnert, aber auch durchaus andere Einflüsse, wie z. B. Overkill oder nicht zuletzt auch der Coverversion wegen Hallows Eve, vorweisen kann. Fans der alten Schule können dieses Album bedenkenlos abfeiern, Supporter neuerer Sounds sollten vorher lieber erst einmal reinhören. Schlecht gemacht ist das Ganze auf keinen Fall und einem Nostalgiker wie mir treibt das Album absolut das ein oder andere Lächeln ins Gesicht. Speed up for life !!

Punkte: 7,5 / 10

Review by Kerbinator

 

 

 

 

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