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KILLCHAIN - Where Is Your Saviour

…wie ein Güterzug durch die Kinderstube.
Nach einem, meiner Meinung nach völlig überflüssigen Intro (so sinnvoll wie Haare auf der
Handinnenfläche) geht’s mit dem Opener „I’m Rotting From Inside“ von den Slowaken los.
Auf die Fresse ohne auch nur einmal den Anker zu werfen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen ?
Was für Anfänger. Die Jungs treten das Bodenblech auch noch mit raus. Plattgas mit Ansage.
Das tatsächlich das ein oder andere Mal ein wenig Tempo herausgenommen wird, ist eher
beiläufig zu erwähnen. Genau das aber zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Album.
Es macht die Scheibe verwechselbar. Sie reiht sich in diverse andere Death & Grind-CDs ein
und sticht nicht wirklich heraus.


Die Instrumentenvergewaltiger machen nichts desto trotz einen hervorragenden Job. Man
kann schon sehr gut heraushören, dass die Herrschaften seit mittlerweile 9 Jahren die Saiten
und Felle zum Schwingen bringen. Sie haben mit Szenegrößen wie Vader, Misery Index oder
auch Sinister auf den Brettern gestanden, welche die große Welt bedeuten. Augenscheinlich
haben Stano, Gabi, Matkes und Kubo auch eine ganze Menge bei den oben angeführten
Bands abgeschaut.


Zurück zum Thema.
Mit dem Song „Where The Dreams Of Dreamed” versuchen Killchain, die selbst auferlegten
Grenzen zu übertreten. Es gelingt ihnen zum Teil, allerdings auch nur zu einem gewissen
Maß. Gewisse Subgenres (was für ein hässliches Wort) wie „Hard“-Core/Deathcore tun sich
auf. Killchain würden ein gutes daran tun, einmal mehr über den Tellerrand zu schauen. Zu
fest scheinen die Wurzeln des Death-Metal-Baums an den Slowaken zu hängen. Teilweise
klingen die - wenn überhaupt vorhanden – Tempowechsel und Breaks ein wenig unbeholfen
und aneinandergeschnitten.

 

 

Tracklist:

  1. Intro
  2. I'm Rotting from Inside Out
  3. God the Government
  4. Reborn of New Man
  5. Where the Dreams Dreamed Of
  6. The Fury of Us All
  7. I Enjoy the Smell from Your Mouth
  8. Lifetime
  9. Deeds of Anxliously Hope
  10. Judge Enforces Silence
  11. Where is Your Saviour, You Fucking Dog

Release Date:  10.06.2014

Label:  Metal Age Productions


Punkte:  5 / 10

Review by Phil


Website: 

http://www.bandzone.cz/killchain


 

Am besten schneidet bei mir „Deeds Of Anxliously Hope“ von dem 2014er Release ab. Der
Song fixt mich an. Geile Vocals, giftig und schnell ins Mikro gerotzt. Grandioser Mittelpart
und ein eskalierender Schlagzeuger.
Leider lässt sich die Produktion nicht mit der musikalischen Leistung vergleichen. Das
Schlagzeug klingt ein wenig trocken und pappig, den Gitarren fehlt, insbesondere bei den
wenigen Soli, die gewisse „Schippe Dreck“ auf der Spur und der Gesang, losgelöst von der
Vocal-Leistung von „Gabi“ geht ein wenig (produktionstechnisch) monoton voran.

Wer sich aber seine Ohren für etwas mehr als eine halbe Stunde freiblasen will und nichts
gegen chiropraktische Eingriffe im Nackenbereich nach Konsum dieser Scheibe hat, ist hier
genau richtig.

 


 

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