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MYSTIC PROPECY - Killhammer

Achter Streich in Vollzeit von Mystic Prophecy seit 2001. Nicht schlecht, solch eine stattliche Anzahl an Langdrehern und umso bemerkenswerter, als daß hierbei noch keine wirklich gravierenden Durchhänger zu spüren sind. Erneut von Frontman Lia veredelt, nennt sich das neueste Werk „Killhammer“. Nun ja, irgendwie verheißt mir dieser Titel nicht unbeding Verheißungsvolles. Aber gut....

Schwer groovend und riffbetont steigt man sogleich mit dem Titelsong ein. Ein mit ordentlich Schmackes versehener, livetauglicher Mitgröhl-Smasher Ob die Lyrics eine Persiflage auf Metal-Texte an sich sein sollen, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, daß diese auf mich mehr als albern wirken. Fight, Kill, Destroy etc.....niveauvoll geht anders. Aber schreiben wir es mal dem Humor der Truppe zu. Der Song jedenfalls geht ordentlich ab.

Das Album gewinnt an Fahrt mit „Armies of Hell“. Schnelle Abgehnummer mit einfachem Refrain und etwas disharmonisierendem Guitarbreak versehen. Alles in allem trotz Geschwindigkeit recht eingängiger Song.

Ein nahezu elegischer Beginn in „To Hell and Back“. Melodisch und fast halb-balladesk kommt die Nummer rüber, obwohl ich bei dem Titel härteres vermutet hätte. Heavy Metal meets AOR....ein Refrain, bei welchem es sich toll mitsingen lässt. Hab ich hier irgendjemanden Poser sagen hören ?

„Kill the Beast“ killt dann wieder um einiges mehr. Midtempo Stampfer, gesangstechnisch um einige Härtegrade nach oben geschraubt mit furiosem Gitarrensolo.

Mittlerweile hat ja so ziemlich jede Metal Band einen oder mehrere Songs mit orientalischen Vibes im Angebot. Mystic Prophecy lassen sich nicht lumpen und steuern uns mit „Hate Black“ einen solchen bei. Grundsätzlich ist der Track ein schwer groovendes Monster mit aggressivem Refrain und herrlich ballernden Gitarren.

„Children of the Damned“ schlägt in eine ähnliche Kerbe, bei „300 in Blood“ überrascht der ausufernde Gitarrenpart ganz zu Anfang, welcher an 80er Helloween Großtaten erinnert („Follow the Sign“). Ansonsten behält man das bewährte Strickmuster bei. Riffing, eingängige aber teils aggressive Refrains. Dies gilt ebenso für „Angels of Fire“. Auf die Dauer etwas eintönig.

Aufhorchen lässt lediglich noch das pfeilschnelle „Set the World on Fire“, ein echter Metal Hit.

 

 

  Tracklist:

  1. Killhammer
  2. Armies of Hell
  3. To Hell and Back
  4. Kill the Beast
  5. Hate Black
  6. Children of the Damned
  7. 300 in Blood
  8. Angels of Fire
  9. Warriors of the Northern Seas
  10. Set the World on Fire
  11. Crazy Train (Ozzy Osbourne Cover)

Release Date:   27 September 2013

Label:  Massacre Records


 

Punkte: 7,5 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://www.mysticprophecy.net/


 

Ob man das abschließende Ozzy Cover „Crazy Train“ braucht, stell ich mal in Frage. Zum einen sollte man meiner Meinung nach Legendäres legendär bleiben lassen und zum anderen wird man sich sicherlich nicht anmaßen dem Madman und seinem damaligen Sidekick Rhandy Rhoads das Wasser reichen zu können. Nicht schlecht gespielt, aber irgendwie überflüssig.

„Killhammer“ ist sicherlich ein qualitativ ansprechendes Heavy Metal Produkt. Die Band entwickelt sich von Album zu Album immer ein Stück musikalisch weiter. Irgendwie sind für mich aber zum einen die Lyrics zu platt und klischeehaft, zum anderen vermisse ich die ein oder andere zündende Idee, die mich durch die Zähne pfeifen lässt.

Also, nix unbedingt Neues von Mystic Prophecy. Die Fans bekommen das, was sie wollen und brauchen. Weit entfernt von Kitsch und Tralala.....Metal pur. Nicht mehr, aber auch nicht weniger, unterstützt durch Liapakis' einwandfreie Produktion.


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