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NOVERIA - Risen

Noveria – klingt italienisch.....ist italienisch. Die Band kommt aus dem Dunstkreis der italienischen ProgMetaller DGM, Keyboarder und Drummer entstammen eben dieser Band. Natürlich ist man geneigt, zuerst an eine der vielen Symphonic Metal Bands Italiens zu denken, die Band nennt ihren Stil allerdings gehaltvoll „Catastrophic Metal“ - nun ja, was immer das auch sein soll.

Auf jeden Fall liegt mit „Risen“ nun ein Album vor und betrachtet man das Artwork, ist man denn doch angenehm überrascht, daß hier kein typisches Gemälde mit Drachen und Elfen verwendet wurde, sondern ein eher düsteres, fast schon schwarzmetallisches Bild.

Nach dem spannungsaufbauenden Intro „The New Age“, macht aber bereits der folgende Song „Risen“ klar, daß es sich bei Noveria eben doch um eine eher powermetal-orientierte Band handelt.

Schnelle Gitarrenläufe mit den typischen Merkmalen, welche man beispielsweise bei Labyrinth schätzen gelernt hat. Auch der Sänger, Frank Corigliano, kommt einem Roberto Tiranti (Labyrinth-Sänger) doch recht nahe. Die Gesangslinien und Refrain sind dementsprechend eingängig, aber angenehmerweise hält sich der Kitsch-Faktor doch in Grenzen.

Im nächsten Song „Downfall“ zeigt man dann, daß man sich nicht auf typischen Italo-Metal limitieren möchte. Der Track kommt zu Beginn ungemein hart, ja fast thrashig aus den Boxen. Somit sind Querverweise zu reinen Heavy Metal Bands wie Brainstorm eher zu finden, als zu Rhapsody und Co, sieht man mal vom Refrain und der überflüssigen Keyboard-Passage ab.

Richtig klasse wird’s dann mit „Paralysis“. Düsteres Intro, Mix aus aggressiven und eingängigen Vocals. Erinnert stellenweise stark an die deutschen Lanfear. Zwar hellt das fröhliche Gitarensolo den Song etwas auf, aber dieser knallt alles in allem doch recht heftig. Wirkt wie aus einem Guß, klasse !!

Leider können nicht alle Songs dasselbe Niveau halten. „Ashes“ beispielsweise klingt typisch hollywood-metal-mäßig und somit belanglos. Dafür kann man andererseits mit speedig, thrashigem Metal gepaart mit progressiv/symphonischen Keyboards gelungen unterhalten („Fear“). Man wird immer mal wieder mit außergewöhnlich, da unerwarteten Parts überrascht, was die ganze Sache durchaus interessant macht.

Desweiteren ist es schade, daß der Gesang den Übersong „Fallen from Grace“ fast kaputt macht, da eindeutig zu hoch intoniert. Vom Aufbau und Atmosphäre ist der Song nämlich ansonsten ein absoluter Killer. Leider behält man diese Höhen auch bei „Through the Abyss“ bei. Mensch, Leute...warum nur ? Der Sänger kann doch in etwas tieferen lagen richtig überzeugen.

 

 

Tracklist:

  1. The New Age
  2. Risen
  3. Downfall
  4. Paralysis
  5. Ashes
  6. Fear
  7. Fallen From Grace
  8. Through the Abyss
  9. Waste

Release Date:  10.06.2014

Label:  Scarlet Records


Punkte:  7 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

https://www.facebook.com/noveriametal/


 

 

Das abschließende „Waste“ ist dann ein reines Gedudel wie bei dutzenden Symphonic Metal Bands und klingt erneut wie schlechtere Labyrinth. Kann man sich schenken.

Also....Noveria wirken sehr überzeugend, wenn sie ihr Herz in beide Hände nehmen und sich im Bereich Songwriting richtig was einfallen lassen. Fährt man die sichere, Italo-Metal Schiene, wird die Musik zu belanglos. Knüpft man an famose Songs wie „Paralysis“ zukünftig an und schafft man es, dieses Niveaus komplett zu halten, könnte man richtig groß werden in diesem Genre.

Zusammen mit den Labelkollegen von Eldritch sicher eine der besseren Bands der italienischen Metalbewegung, es fehlt lediglich noch an Kompaktheit im Gesamten.

Hätte man sich in den letzten Songs nicht auf schwindelerregende Gesangshöhen (Donald Duck lässt grüßen !) eingelassen, wäre noch ein Punkt mehr drin gewesen.

 


 

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