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PERSUADER - The Fiction Maze

Mit "The Fiction Maze" legt das schwedische Power Metal Quintett Persuader endlich seinen vierten Longplayer vor. Immerhin datiert die Veröffentlichung ihres letzten Albums "When Eden Burns" aus dem Jahre 2006. Dafür waren Sänger Jens Carlsson und Gitarrist Emil Norberg zwischenzeitlich auch noch mit ihrem Nebenprojekt Savage Circus aktiv, mit denen sie 2009 das Werk "Of Doom and Death" herausbrachten.

Die zuletzt bei Persuader gehörten Death - bzw Thrash Metal Einflüsse sind auch auf "The Fiction Maze"prominent verteten. Power Metal mit den oben genannten Genres und einer Brise Speed Metal - so läßt sich der Sound der fünf Skandinavier anno 2013 am besten beschreiben.

"One Lifetime" bildet insofern den perfekten Einstand in das neue Werk von Persuader. Kompromisslos knackig treiben Bass und Schlagzeug das Ding nach vorne. Jens Carlsson ist stimmlich bestens in Form, was er auf die komlette Albumlänge auch bleibt.

"War", das zweite Stück des Albums, schlägt in die gleiche Kerbe, bevor der Titelsong mit seinem Akkustik Klampfen Intro dem Hörer zunächst eine Ballade vorgaukelt, bevor der Track nach knapp vierzig Sekunden doch entsprechend Fahrt aufnimmt.

Auch "Deep in the Dark" beginnt eher verhalten, hat schließlich auch nicht ganz diesen UpTempo Charakter, dröhnt aber nichts desto trotz mit aller Macht aus den Boxen. Der vielleicht abwchslungsreichste und somit spannendste Song von "The Fiction Maze", der auch durch dezent eingesetzte Hall Effekte aufhorchen lässt.

Das "InSect" im fünften Album Track schwirrt mit Double Bass und Carlsson's überzeugenden Leadvocals durch die Gehörgänge des geneigten Hörers und hinterlässt bleibenden Eindruck.

In "Son of Sodom" schlagen die Schweden auch mal epische Töne im Arrangement an, hier türmen die Gitarreros Norberg und Daniel Sundbom eine wahre Kaskade auf, die zu keinem Zeitpunkt Gefahr läuft, in sich zusammenzubrechen.

"Sent to the Grave" vereinigt zwar alle Tugenden der Band in sich, hat aber nicht das Zeug zum Dauerbrenner, weil hier einfach der Zündfunken nicht überspringen will. Stellt sich mit dem siebten Albumtrack allmählich Routine, vielleicht sogar Langeweile ein? "Heathen" jedenfalls beginnt recht vielversprechend, hat auch einen coolen Instrumental Part, reißt mich aber (wohl aufgrund des Gesangs) nicht vom Hocker. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Handwerklich top umgesetzt, fehlt mir hierbei aber das gewisse Etwas.

Mit dem knapp anderthalbminütigen "Dagon Rising" folgt ein Instrumental, welches als Opener für das Album sicher eine prima Figur abgegeben hätte. Ich verstehe nicht, warum dieses Stück Musik an die neunte Stelle gesetzt wurde. Hier wirkt es in meinen Ohren jedenfalls deplaziert.

 

Tracklist:

  1. One Lifetime
  2. War
  3. The Fiction Maze
  4. Deep in the Dark
  5. InSect
  6. Son of Sodom
  7. Sent to the Grave
  8. Heaten
  9. Dragon Rising
  10. Worlds Collide
  11. Falling Faster

Release Date:  17 January 2014

Label:  Inner Wound Recordings


Punkte:  8 / 10

Review by MC Lucius


Website: 

http://www.persuader.nu/


 

Das schwermütig treibende "Worlds Collide" hat dann wieder alles, was einen Persuader Klassiker ausmacht. Hier geben sich Gesang und Musik die Klinke in die Hand und die auf den Punkt gebrachte Produktion wirkt wie ein stabiles Fundament darunter.

Das halsbrecherische Riff von "Falling Faster", dem Schlußtitel des Werkes, orientiert sich stark am Thrash und verhilft der Platte zu einem mehr als würdigen Abschluß.

Fazit: Etwas mehr Abwechslung täte dem Werk hie und da gut, obwohl die Band sich handwerklich stets auf einem hohen Level bewegt. Doch ein, zwei ruhigere Nummern, zwischen all dem Blind Guardian nicht unähnlichen Getöse eingestreut, würden "The Fiction Maze" noch um eine Nuance interessanter machen. Somit bleibt für den nächsten Longplayer noch etwas Luft nach oben.

 


 

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