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SCAMP - The Deadcalm

Wenn ich richtig liege, ist „The Deadcalm“ das zweite Album der dänischen Tech-Thrash/Deather Scamp.

Geboten wird technisches, moderne Musik im Fahrwasser Periphery und mit Abstrichen, da nicht ganz so exzessiv, von Meshuggah. Auch Elemente von neueren In Flames oder ähnlich gelagerten Kapellen sind deutlich zu vernehmen.

Sänger Michael Bogballe kreisch-schreit sich in für diese Musik typiche Art durch die 12 Songs, angefangen beim interessanten „The Broken 20/20“. Zwar klingt die Musik immer irgendwie austauschbar oder wie schon gehört, technisch haben's die Jungs aber durchaus drauf. Nicht zu überladen kann man dem Song eine gewisse Struktur attestieren. Somit also kein reines Gefrickel, sondern songdienlicher Aufbau.

Zwischendurch ist trotz aller Härte und gewollter Brutalität immer wieder eine hübsche Melodie zu hören, wie beispielsweise der Gitarrenpart bei „The Boys from Dead Soul Road“.

 

Klasse auch das schräge, schnelle „Organism“, teilweise von fiesem Sprechgesang begleitet, könnte man fast meinen hier wäre ein härterer Devin Townsend unterwegs. Trotz des anmutenden Chaos, läuft der Song gut rein und bietet nette musikalische Spielereien. Mit 6 ½ Minuten liegt der Song zudem in dem Bereich in dem sich die Länge der meisten Songs befinden. Man sieht also auch daran, daß Scamp sich um spannungsvollen Aufbau bemühen und keine kurzen Abrißbirnen bieten wollen.

Es soll aber auch nicht verschwiegen werden, daß sich trotz aller technischen Klasse und guter Songstrukturen auch ein paar verzichtbare, da schlicht langweilige Tracks auf dem Album eingeschlichen haben. So sind Songs wie „Adrian“ oder „Edge of Devastation“ zwar kompetent interpretiert, aber bleiben nie und nimmer im Ohr hängen, was in der Regel zur Bewertung von „...ganz nett“, aber nicht mehr führt. Austauschbare Metalsongs, moderner Spielweise, wie man sie mittlerweile schon oft gehört hat.

Erwähnenswert sind noch die schnelle und kurze Abfahrt „No Surrender“. Knackig und voll in die Fresse. Ebenso das mächtig groovende „Emotional Psyco Release“, mit ruhigem kurzen Zwischenpart versehen, die fast schon progressiven Anflüge in „Deadhead“....aber das Beste kommt, wie so oft, erst zum Schluß.

 

Tracklist:

  1. The Broken 20 /20
  2. The Boys From Dead Soul Road
  3. Existence Status Zero
  4. Adrian
  5. Organism
  6. Silent Inferno
  7. Edge of Devastation
  8. No Surrender
  9. The Longing
  10. Emotional Psyco Release
  11. Deadhead
  12. The Deadcalm

Release Date:  10.06.2014

Label:  Scarlet Records


Punkte:  7 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://www.myspace.com/scampdk


 

„The Deadcalm“ bietet alles, was man im Genre Tech-Metal/Math-Metal oder wie man es nennen will, braucht. Technik, die begeistert, fast schon epische Gitarrenlinien und Abwechslungsreichtum, welcher keine Langeweile aufkommen lässt und den Song spannend werden lässt. Ein Prunkstück moderner Metalkunst.

Scamp machen ihre Sache sehr ordentlich, auch wenn der ein oder andere Durchhänger manchmal für zwischenzeitliches Gähnen sorgt. Die guten Stücke überwiegen aber und mit dem Abschluß-Song hat man zudem einen echten Knaller im Gepäck.

Für Old-Schooler ist das Alles natürlich nichts, aber die angesprochene Zielgruppe sollte sich ruhig mal Scamp reinpfeifen. Enttäuscht wird man hier sicherlich nicht.

 


 

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