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SCREAM ARENA - Scream Arena

Es gibt noch Engländer die rocken......Zweifel ? Dann kommt hier Scream Arena, eine Band aus York, gegründet 2005 und mit dem selbstbetitelten Debut aufwartend. Rockmusik mit Essenzen der alten Klassiker hat man sich, dem Infozettel glaubend, auf die Fahne geschrieben. Und da freut man sich doch, ist man ja mit dieser Musik aufgewachsen....

In's Auto steigen, Motor an und ab geht die Post mit „Born Ready“. Song mit ordentlich Staub unter'm Helm. Die Stimme von Andy Paul ist hier aber schon auffällig das Manko von Scream Arena. Im tieferen Rock'n Roll Bereich angesiedelt kommt die Stimme viel zu dünn. Hier fehlt eindeutig der Punch. Ansonsten ein gutklassiger Strassenfeger mit hübschem Refrain.

„The Price of Love“ flacht hingegen etwas ab. Der mehrstimmige, rotzige Refrain passt, aber der Aufbau des Songs ist zu flach. Dagegen ist das obligatorische Gitarrensolo sehr stimmig.

Bei „Racing to the End of Night“ kann der Gesang von Andy Paul durchaus punkten. Balladesk beginnend mausert sich der Track zu einem Alice Cooper Gedächtnis-Stampfer. Andy's Stimme ähnelt hier dem Großmeister des Horror-Rock frappierend. Innovatives Songwriting geht zwar anders, aber der Song macht wirklich Spaß.

Es folgt ein düsterer, fast metal-lastiger Song mit „House of Pain“. Mit interstellaren Soundsamples gespickt haut der Song ordentlich auf die Kelle. Cooles Riffing...wenn da nur nicht dieser, tja, flache Gesang wäre.

Die restlichen Songs fahren fast durchgängig im selben Wasser, wie das Gehörte. Hier mal etwas poppiger, sprich stadiontauglicher wie in „Another Night in London Town“ oder „Good Night L.A.“.Hätte selbst einigen 80er Jahre Hairspray Größen zur Ehre gereicht.

Die Refrains sind eigentlich durchgehend brauchbar, schön melodisch und mitsingbar, aber der Weg zum Refrain ist oftmals doch eher langweilig gestaltet......siehe beispielsweise „Knave of Hearts“.

In „Forever“ kommen mal die Gitarristen Alex Mullings und Phil O'Dea besonders gut weg....und schon bekommt der Song ein gewisses Maß an Originalität und Abwechslung. So etwas hätte man sich um einiges öfter gewünscht.

 

Tracklist:

  1. Born Ready
  2. The Price of Love
  3. Racing to the End of Night
  4. House of Pain
  5. Heartbreak Hotel
  6. Another Night in London Town
  7. Knave of Hearts
  8. Forever
  9. Goodnight L.A.
  10. Somewhere
  11. Queen of Dreams

Release Date:  17.03.2014

Label:  Mighty Music


Punkte:  6 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://www.screamarena.com/


 

Ungewöhnlich auch, daß mit „Queen of Dreams“ die Ballade ganz zum Schluß auftaucht, wo man sie eigentlich schon zwischendurch die ganze Zeit erwartet hat. Tut keinem weh, macht Vieles richtig und dürfte Andy Paul zu einem Frauenschwarm mutieren lassen.

Tja, irgendwie habe ich das Gefühl, die Band sucht noch nach ihrem eigenen Stil. Für AOR ist es zwischenzeitlich zu rockig. Für Rotz'n Roll dafür oftmals zu poppig und glatt. Meiner Meinung nach liegt der Schwachpunkt eindeutig im Gesang. Dies ist eine subjektive Meinung und ich kann mir vorstellen, daß vielen Leuten genau dieser Gesang so gefallen könnte. Für mich etwas zu tief und zu dünn.....aber gut. Refrains können die Jungs, Songwriting ist definitiv ausbaufähig.

Es ist kein schlechtes Album und für Rock'n Roller kann es durchaus seine Reize entfalten. Ich sehe die Entwicklung aber als noch nicht abgeschlossen.

 


 

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