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DARKEST ERA - Severance

Darkest Era aus Nordirland warten mit ihrem zweiten Album auf. „Severance“ nennt sich das gute Stück und weckte bereits im Vorfeld einige hohe Erwartungen, war doch der Vorgänger „The Last Caress of Steel“ ein Überraschungsalbum mit vielen guten Ideen und einer tollen Melange aus keltischer Folklore und Hard Rock bzw. Metal der klassischen Schule. Thin Lizzy werden hier immer wieder zitiert. Ob dem so sei, sollte jeder selbst entscheiden, dem Original kann eh keiner das Wasser reichen.

Und bereits der Opener „Sorrow's Boundless Realm“ macht klar, daß man den eingeschlagenen Weg konsequent weitergeht. Schleppender, mit viel Pathos (positiver Art!) vorgetragener Gesang von Vocalist Krum gepaart mit viel Melodien und schnelleren Abschnitten, sich zielorientiert bewegend auf epischen Refrain. Trotz düsterer Grundstimmung sehr stimmig und die harmonisch abgestimmte Instrumentallfraktion um Gitarristin Sarah Wieghell erzeugt durchaus positive Vibes beim Hörer.

Auch die Nachbarn von Primordial scheint man zu kennen, wenn man sich den Beginn von „Songs of Gods and Men“ anhört. Natürlich geht der Gesang in eine klarere, hymnischere Richtung und im Verlauf des Songs wird auch mal, ja, Thin Lizzy zitiert, bevor man für einen akkustischen, folkigen Part unterbricht. Das songwriterische Können der Band blitzt in jeder Note auf und man bewegt sich fernab von jeglichem Kommerz oder Kitsch.

Nach dem fast power-metalligen „The Serpent and the Shadow“ folgt ein absoluter Höhepunkt mit „Beyond the Grey Veil“. Melancholisch schwer und mit düsteren Molltönen unterlegt entpuppt der Song im hymnischen, mehrstimmigen Refrain seine ganze traurige Schönheit. Fast schon While Heaven Wept – Romantik würde man meinen, wenn nicht Krum's charakteristischer Gesang wäre.

Galoppierende Gitarrenläufe ala Maiden und ein wundervoller, gänsehäutiger Refrain zieren „Trapped in the Hourglass“. Leider klingen für mich die Drums zwischendurch etwas zu scheppernd und somit am Ziel etwas vorbei. Dies ist aber Jammern im großen Stil, denn insgesamt ist der Song, auch nicht zuletzt durch die plötzliche Verlangsamung ein großartiger.

Es folgen zwei straighte, von der Grundausrichtung recht schnelle Songs mit „The Scavenger“ und „A Thousand Screaming Souls“, jeweils mit fantastischen Refrains gesegnet. Hier zeigt man, daß auch fernab von keltischer Epik mit einfachereren Songstrukturen durchaus gepunktet werden kann. Die Songs machen Spaß und passen stimmig ins Gesamtbild.

 

 

Tracklist:

  1. Sorrow's Boundless Realm
  2. Songs of Gods and Men
  3. The Serpent and the Shadow
  4. Beyond the Grey Veil
  5. Trapped in the Hourglass
  6. The Scavenger
  7. A Thousand Screaming Souls
  8. Blood, Sand and Stone

Release Date:  13.06.2014

Label:  Cruz Del Sur Music


Punkte:  9 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://www.darkestera.net/


 

 

Aufgehoben hat man sich den Höhepunkt des Albums aber (wie so oft) bis zum Schluß. „Blood, Sand and Stones“ vereint alles, was die Musik von Darkest Era ausmacht. Acht Minuten voller Dramatik, Epik, schwerer Riffs, doomigem und doch schönem Gesang. Ähnlich wie bei Primordial wird sofort ein immenser Spannungsbogen aufgebaut und durch langsamere Passagen verfeinert.

Man fühlt sich irgendwie in die keltische Zeit versetzt, welche uns Darkest Era vermitteln wollen, sprich die Band versteht es vorzüglich Bilder beim Hörer zu malen. Und dies ist sicherlich das größte Kompliment, welches man der Band machen kann.

Darkest Era haben mit „Severance“ ein Album erschaffen, welches die musikalischen Einflüsse perfekt zu einer eigenen Stilistik ergänzt und an epischer Schönheit kaum zu überbieten ist. Wirkt man im einen Moment noch unterkühlt erzeugt man im nächsten eine Wärme, die den Hörer gefangen nimmt.

Wer mit den Werken von Primordial und While Heaven Wept etwas anfangen kann und auch klassischen Bands wie Thin Lizzy oder auch Iron Maiden nicht abgeneigt ist, darf bedenkenlos zugreifen. Und Fans von Darkest Era sowieso....

Ohne Übertreibung.....für mich eines der Highlights des Jahres 2014....ganz sicher !!

 

 


 

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