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AFTER OBLIVION - Stamina

Schon ein paar Donnerstage alt ist dieses Album von After Oblivion. Die Band stammt aus Bosnien-Herzegovina und wurde 2007 gegründet. Gespielt wird technisch versierter Death/
Thrash Metal alter Gangart. Musikalisch und auch stimmlich durchaus mit späteren Death vergleichbar.

Schon im Opener „Deliverance“ macht sich der technische Anspruch bemerkbar. Eigentlich kann man das sehr hohe Gekreische von Fronter Adnan Hatic nicht unbedingt als Growlen bezeichnen, aggressiv wirkt es aber allemal. Trotz aller Härte vergisst man nicht, melodisch Sprenkel einzumalen. Death/Thrash für Anspruchsvolle, fernab von derbem Geprügel.

Die Songs bieten Abwechslung pur, mal rasante, schnelle Abfahrten gepaart mit vielen Breaks und Idenn wie bei „For the Rebel“ oder „Vultures“, mal thrash-gewittriges in altem Kreator/Coroner-Stil. Immer wieder wird mal kurz der Fuß vom Gas genommen, um ein kleines melodisches oder gar akustisches Zwischenspiel zu integrieren. „Breeding Perdition“ klingt sogar durch ein besinnliches Akustikum aus.

„The Carnal Form“ sticht durch hervorragende Gitarrenarbeit von Jasenko Dzipa etwas heraus, da hier verdeutlicht wird, daß er sowohl das schnelle High Speed Geshredder, als auch melodisch metallische Eruptionen beherrscht, welche hier hervorragend nebeneinander bestehen können.

Dagegen wird das Pedal bei „Septic Mind“ und dem Instrumental „Ascent of Misery“ permanent durchgetreten. Vielleicht aufgrund der fehlenden Abwechslung die verzichtbarsten Titel im Kontext des Albums.

Ach ja....das Album heißt im Übrigen „Stamina“ und der gleichnamige Song bietet mystisch, orientalisch angehauchte Eröffnungsmomente. Doch diese nur zu Beginn, denn der Song an sich ist mit einer der härtesten des gesamten Werkes und läßt keinen Abstecher nach oben oder unten zu. Brutal und schnell, manchmal etwas polternd. Aber durch die technische Versiertheit äußerst reizvoll.

Abschließend beweist „Hatred Profound“ nochmals die hohe spielerische Klasse von After Oblivion. Ein toller Gitarrenpart zwischendurch unterstreicht dies am besten. Ein Mix aus schnellem Death-Riffing und interessant eingestreuten Tönen, die leicht ins Ohr gehen. Dieser Song beschreibt perfekt den Stil, den After Oblivion spielen und gilt daher als uneingeschränkter Anspieltip.

 

 

Tracklist:
  1. Deliverance
  2. For the Rebels
  3. Vultures
  4. Breeding Perdition
  5. The Carnal Form
  6. Septic Mind
  7. Ascent of Misery
  8. Stamina
  9. Hatred Profound

Release Date:  09 November 2011

Label: Metal on Metal Records


 

Punkte: 7,5 / 10

Review by Kerbinator


Website:

http://www.afteroblivion.com/


 

After Oblivion können auf diesem ersten Full-time Album durchaus überzeugen. Klar hört man heraus, wo die Favoriten der Band herkommen und Sänger Adnan besitzt durchaus gewisse Anleihen eines Chuck Schuldiners. Meiner Meinung liegt aber in der Stimme der Kritikpunkt, da es im Gesang einfach an Abwechslung fehlt. Der Mann kreisch-singt immer in der gleichen hohen Tonlage. Nicht unangenehm und auch keinesfalls nervig.....aber eben halt zu abwechslungsarm.

Die Musikerkollegen können dies durch abwechslungsreiches Spiel immer wieder ausgleichen, aber ich denke, im Gesamtbild ist durchaus noch mehr drin.

Aber dies ist sozusagen das Debut und daher muß auch noch nicht alles in schillerndstem Gold glänzen.

Für Fans anspruchsvoller, technischer Death-Bands und auch für Fans gepflegten Thrash.Metals durchaus eine Empfehlung !!


 


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