The Metal Webzine from BAVARIA !!

 

STELLAR MASTER ELITE - II: Destrcutive Interference
Generator

 

Tracklist:

1. Prodigium

2. Thoughtcrimes/VIllain/Slave

3. Beyond Light

4. Pattern of Perception

5. Prison Planet

6. The Mobius Strip

7. Destructive Interference Generator

8. Empty Shells of Being

 

Release Date:  04. October 2013 - Exciter Records

 

 

Viel ist von den vorliegenden Stellar Master Elite bisher nicht bekannt. Man spielt Black Metal mit unterschiedlichsten Facetten wie Doom oder Ambient Sounds. Und wenn man sich nach einem alten Thorns Songs benennt, werden Vergleiche zu dieser Kultband laut. Aber auch alte Satyricon und Sonic Reign nennt man als Einflüsse. Dann verwundert es auch nicht, daß Sonic Reign's Sänger Ben bei der Hälfte der neuen Songs als Vocalist auftritt.

Über die eigentliche Band sagt das Promoblatt nicht viel aus, es scheinen hier lediglich zwei Musiker (von Ben abgesehen) am Werk zu sein, welche sich die Instrumentalisierung auf dem Album teilen. Das Album möchte Bilder bei den Zuhörern erschaffen, um diese in die sphärischen Klangwelten zu ziehen und um sich seine eigenen Vorstellungen von Zeit und Raum und was dazwischen liegt zu kreieren.

Gut...solche Bands polarisieren in der Regel, werden aber oft wegen erhabener Innovationen respektiert.

Nun liegt mit „II: Destructive Interference Generator“ das Zweitwerk der stellaren Eliteeinheit vor um uns in deren Klangkosmos zu entführen.

...und so beginnt „Prodigium“ mit endzeitähnlichen Soundsamples. Klingt wie ein interstellares Intermezzo nach dem Ende der realen Welt. Dieses wiederum dient als Überleitung zu „Thoughtcrimes/Villain/Slave“. Schleppender Blackmetal Song im Sog von Dimmu Borgir oder auch neueren Immortal. Keifgesang, wie man es von eben diesen Bands kennt, wobei im Hintergrund immer eine verstörende Synthie-Wand mitläuft. Zum Ende hin mutiert der Midtempo-Brocken dann in typische Black Metal Raserei. Nicht schlecht.

Gemächlich beginnt „Beyond Light“. Wie der Titel schon vermuten lässt regiert auch hier äußerste Dunkelheit und Kälte. Teilweise mit Sprechgesang unterlegt, legt man hier einen SloMo Gang ein, welcher in der Regel für Schwarzbands eher untypisch ist. Natürlich darf aber auch ein schnellerer Blastpart nicht fehlen. Generell kann man feststellen, daß es die Band hervorragend versteht eine kreative Soundwand zu kreieren. Manche Parts erinnern mich sogar an härtere Saviour Machine, natürlich ohne deren typischen Gesang.

„Pattern of Perception“ punktet dagegen mit musikalischer Untermalung der Marke Celtic Frost. Ein eher straighter Song im Fahrwasser von Satyricon – zumindes am Anfang. Überrascht wird man aber durch einen melodisch eingestreuten Part, der fast schon anmutend daherkommt. Quasi so eine Art Black Metal Ballade. Monumentale Epik schwarzer Musikkunst. Klasse !!

In „Prison Planet“ wird man durch eine heavy Atmosphäre gefangen. Und ein sphärischer Zwischenpart, verstörend und melancholisch läßt einen auch nicht mehr frei.

Mehr im Bereich des traditionellen Black Metal angesiedelt ist dagegen wieder „The Mobius Strip“. Auch hier geht es sehr heavy zu Werke. Düster, gewaltig, aussagekräftig. Ein wahrer Sound Monolith.

Das folgende Titelstück beginnt äußerst zäh und mit 10 Minuten auch der längste Track des Albums. Verzerrte Vocals beschwören eine beängstigende Atmosphäre. Die Gitarrenarbeit kommt teilweise doomig und dickflüssig wie Lava aus den Boxen. Horror aus den tiefsten Abgründen der Seele. Was für ein Brocken. Zwar nimmt der Song zwischendurch etwas an Fahrt auf, die Grundausrichtung bleibt aber äüßerst schleppend. In den etwas schnelleren Parts schimmern erneut Satyricon durch. Für meinen Geschmack ist der Song allerding um 3 – 4 Minuten zu lang geraten. Das anklagende Synthesizer Ende hingegen passt hervorragend.

Zum Schluß geht nochmals eher die Post ab mit „Empty Shells of Being“. Geradeaus und schnörkellos.

Wenn man sich auf die Musik von Stellar Master Elite einlässt, kann diese tatsächlich das ein oder andere Bild in den Gehirnwindungen der Zuhörer malen. Kalte Sounds, warme Sounds, langsame und schwere Parts, rasende Abfahrten....man kann dies fast schon als progressiven Black Metal bezeichen. Aber ist dies überhaupt Black Metal ? Viele Elemente aus dem Doom Bereich und klasssischen Metal lassen diese Kategorisierung fast schon gar nicht mehr zu.

Dies ist ein Album, welches dem puristischen Black Metaller wahrscheinlich zu glattgebügelt und zu sphärisch rüberkommt. Soundfetischisten, welche auf der dunklen Seite der Macht stehen sollte die Musik allerdings äußerst munden. Mir gefällt die Geschichte....auch wenn ich vermute, daß hier die ein oder andere Gitarre oder die Drums gesampelt wurden, anstatt echte Instrumente zu verwenden.

Punkte: 8 / 10

Review by Kerbinator

 

 

Share on Myspace

 

 

HTML Comment Box is loading comments...

 

Top