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VOODOO GODS - Anticipation for Blood Leveled in Darkness

Whoop. Kurzzeitig geht das Licht in meiner Murmel aus und schwarzer Rauch kommt aus
meinen Ohren. Ich bin geflasht. Die Synapsen innerhalb meiner Schädeldecke haben direkt
nach Beginn der Mucke wohl zu viel Strom bekommen. Was bitte war das denn ?


Ich bin wirklich unvoreingenommen an dieses Review rangegangen und dachte mir, hör dir
erst die Scheibe an und frag dann Herrn Google.
Nach kurzem Intro (auf ’nem Live-Gig ok, aber auf einer CD?) bin ich geblitzdingst worden.
Hellyeah, was für ein Brett !!
Die Scheibe hat für mich so ziemlich alles, was eine anständige Geierpelle verursacht.
Rhythmik, Intonation, infernale Läufe auf den Griffbrettern der Gitarreros und einen aktiven!
Basser, Scream & Shout vom Feinsten, gepaart mit einem Schlagwerker, der sich durchaus
mit den Großen des Genres wie Hannes Grossmann oder George Kollias sehen lassen kann.


Wie schon gesagt: Whoop.
Ich hätte den großen Überwacher vorher befragen sollen, was sich mir gerade in die Denkrille
fräst und wahrscheinlich in Fragmenten für immer da bleibt. Voodoo Gods. Offenbar ist da
der Name auch Programm. Nochmal: wat ’ne geile Scheibe. Selbst beim zweiten und dritten
Mal durchhören entdecke ich immer wieder neue Passagen. Klingt schon fast wie ein
Konzeptalbum, in das ich quer eingestiegen bin.

Als ich dann doch die Suchmaschine
beauftragte und die Ergebnisse scannte, war mir klar, warum dieser Kelch bisher an mir
vorübergegangen ist. Eine Death-Metal-Super-Band. Es war mir dann in sofern klar, als dass
ich normalerweise um solche Bands wie Asesino, Cavalera Conspiracy oder Animetal USA
einen großen Bogen mache, weil ich sie eben mehr für Band-Neben-Projekte halte als für
„vollwertige“ Bands. Ich sollte eines besseren belehrt werden.


Die Band gibt auf Ihrer Internetseite zu Protokoll, dass es sich hierbei um eine eben
angeführte „vollwertige“ Band handelt. Gut.
Das Line-Up liest sich wie das Who is Who der Death-Metal Welt. Usprünglich mit Nergal
(Behemoth) – jetzt dafür mit Godfather George „Corpsegrinder“ Fisher (Cannibal Corpse) am
Mikro, Hiro an der Gidde (u. a. Decapitated), the „almighty“ Jean Baudin an der Idiotenharfe
(Element of Surprise), David „Shredmaster“ Shankle an der Lead-Gitarre (unter anderem
MANOWAR!) und zu guter Letzt Alex „Voodoo“ von Poschinger an der Schießbude.


Genug Lorbeer verteilt. Mugge jetzt.
Die Jungs wissen, was sie tun. Sehr genau sogar. Sie bringen jeden noch so hoffnungsvollen
Nachwuchsmusiker an den Rand der Verzweiflung. Das ballert. Entgegen der sonst üblichen
zweieinhalb Minuten Songs anderer Death-Metal-Stammesbrüder kommen schon fast epische
Werke mit Laufzeiten von fünf bis sechs Minuten zutage. Dementsprechend sind auch nur 8
Stück auf der CD.

 

 

Tracklist:

  1. Return of the Rainbown Serpent
  2. The Termination of God
  3. The Astral Dawn-Devotion to the Great Nebula
  4. Cetewayo
  5. Endeavours of a Syphilitic Missionary and his Death-Dawn of the Voodoo Ostinati
  6. Renaissance of Retribution
  7. Wrath of the Invisible Children
  8. Article 246

Release Date: 28.07.2014

Label: Saturnal Records


Punkte:  9 / 10

Review by Phil


Website: 

http://www.voodoogods.net/


 

Aber wie bereits erwähnt, Geierpelle. "Cetewayo" haut mich total von den
Socken. Doomartiger Anfang, treibende Mitte und Hairspray-Glamour-Gitarrensolo (da hört
man die Verbindung zu Manowar), gepaart mit einem orientalisch anmutendem Break,
gänzlich unverzerrt. Sollten Einhörner tatsächlich Regenbögen furzen können, dann
spätestens bei diesem Song.

Gleiches (das mit den Einhörnern) gilt auch für „Wrath of the
Invisible Children. Ich kann nicht aufhören zu schreiben und zu beschreiben, was diese
amerikanischen Alleskönner mit mir veranstalten. Sie sind einfallsreich. Sie machen einfach
mal „BlingBling“ und mein Schädel platzt. Arschlöcher. Aber geil.

„Article 246“ ist der
eindeutige Beweis dafür, dass die Herrschaften uns nur ärgern wollen und dämlich grinsend in
der Ecke stehen, wenn der Asteroid „Anticipation For Blood Leveled In Darkness“ auf
unschuldige Hörer einschlägt. Karibisch angehauchter Anfang und dann ein Paradesong für
Corpsegrinder Fisher, der mit seinen Growls jedem die Falten aus dem Gesicht drückt.
Klasse Midtempo-Nummer mit Überraschungen. Alles eben beschriebene gilt eigentlich auch
für den Rest der Scheibe. Ich würde ihnen eine gewisse Nähe zu Nile oder den Berlinern Maat
zuschreiben.

Insgesamt verbreitet die Scheibe in jeder Hinsicht (Produktion, Artwork als auch
musikalischer Genius) ein gewisses Wohlbefinden bei mir. Bleibt auch da. Immer. Verdammt.
Geht nicht raus aus dem Kopf. Kaufen

 


 

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