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WEAPON (UK) - Rising from the Ashes

Es gibt Reunions, da wußte ich noch nicht einmal, daß es die Band überhaupt gibt, bzw. früher mal gegeben hat. So wie bei der mir nun vorliegenden Band Weapon, die sich jetzt Weapon (UK) nennt. Die Bandbiographie informiert, daß sowohl Metallica gewissen Einfluß aus der Band gezogen haben, als auch Motörhead enorm von Weapon angetan waren. Resultierend daraus begab sich die Band Anfang der 80er auf Tour mit Lemmy + Co.

Zu einer Veröffentlichung reichte es allerdings nicht und lediglich eine Compilation aus dem Schaffen der Band erblickte 2003 das Licht der Welt.

Aus der Band von damals sind heutzutage noch Sänger Danny Hynes und Gitarrist Jeff Summers übrig. Und man höre und staune...es liegt das erste Album mit Namen „Rising from the Ashes“ vor.

Bezeichnender Albumtitel sozusagen.

Nach einem düsteren Intro („Awakening“) zeigt man mit „Ride the Mariah !“ gleich wohin die Reise geht. Der Song an sich steht im Vordergrund, der Refrain erhält enorm viel Gewicht. Kompetent vorgetragen, klassisch melodische, NWOBHM-orientierte Gitarrenarbeit, aber mit der richtigen Dosis Power versehen. Danny Hynes besitzt ein angenehmes Stimmorgan, eine gehörige Portion AOR im Gesang inklusive. Zuerst dachte ich an Leslie McKeown von den Bay City Rollers, aber Spaß beiseite. Wirklich gut ins Ohr gehende, stimmige Musik fernab von Kitsch und Klamauk.

Rock'n rolliger, sleaziger wird es mit „Fountain of Paradise“. Danny legt mehr Wert auf eine rauhere Basis, der Refrain dagegen ist mir eine Spur zu „cheesy“. Egal, den Frauen wird’s gefallen und im US Radio Ende der 80er wäre dieser Song sicherlich ein Single Hit geworden.

In der Schnittmenge zwischen erdigem Hardrock und songorientiertem AOR knüpft „Warrior“ wieder an den ersten Song an. Des Gitarristen old-schooliges Spiel streut zudem nostalgisches NWOBHM-Gewürz ein. Kleiner Soundspielereien im Refrain frischen das Ganze auf.

Mit typischem 80er lastigem US Hard Rock der stadiontauglichen Schule punktet „Ready 4 U“. Sehr clean produziert geht dem Song jegliche Rohheit ab und erinnert an die kommerzielleren Phasen von Bands wie Van Halen, Y & T oder auch Whitesnake. Zu glattgebügelt auf der einen Seite, lässt Jeff Summers den Song mit feinem Gitarrensound dem Mittelmaß entfliehen.

Fast hätte man es erwartet.....die unvermeidlich Ballade befindet sich natürlich mit „Alamein“ auch auf dem Album. Angenehm umgesetzt tut der Song keinem weh und kann mit geschlossenen Augen am Seeufer, in der Sonne liegend sehr gut konsumiert werden. Der Song versprüht Liebe, Sehnsucht und Kitsch. Die Grundlagen der ladies-freundlichen, träumerischen Songs also.

 

Tracklist:

  1. Prelude - The Awakening
  2. Ride the Mariah !
  3. Fountain of Paradise
  4. Warrior
  5. Ready 4 U
  6. Burning Skies
  7. Alamein
  8. Wonderland
  9. Blood Soaked Rock
  10. Bad Reputation
  11. Celebration Time
  12. Killer Instinct (Bonus Track)

Release Date:  April 2014

Label:  Self-Released


Punkte:  7,5 / 10

Review by Kerbinator


Website: 

http://www.weapon-uk.com/


 

Viel am Gesamtbild ändert sich nicht. Einige spaßige Rock'n Roller der „Dirty“-Sorte („Blood Soaked Rock“, „Bad Reputation“) führen zum besten Song des Albums, „Celebration Day“. Klasse Refrain, klasse Instrumentierung, deutlich metallischer gehalten und somit den Spirit von Weapon am besten einfangend. Mehr von dieser Sorte...und das Album wäre, wenn auch nostalgisch, unverzichtbar geworden.

So bleibt unterm Strich ein Album mit einigen Höhen, aber auch kleinern Tiefen. Nur gelegentlich blitzt das NWOBHM-Feeling auf, besonders die Gitarren können dieses Gefühl erzeugen. Legt man den Maßstab allerdings nicht bei dieser legendären Ära an und betrachtet Weapon als neue Band, so erhält man ein deutlich Hardrock/AOR-lastiges Album, qualitativ hochwertig gespielt und mit einem Sänger, welcher zwar den ganz großen Wiedererkennungswert vermissen lässt, aber dennoch sehr angenehm rüberkommt. Sei es durch den grundlegenden Cleangesag, aber auch wenn die rauhere, rockigere Variante zelebriert wird. Das man Songs schreiben kann, die ins Ohr gehen und auch dort bleiben können, wird niemand bestreiten und das Album als Ganzes läuft sehr gut rein.

Der reine NWOBHM-Metaller sollte dagegen vorsichtig sein und erst einmal reinhören.

 


 

 

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